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Probleme bei der Betriebsaufspaltung

  • Begründung der Betriebsaufspaltung: sachliche Verflechtung
  • Begründung der Betriebsaufspaltung: personelle Verflechtung
  • Unbeabsichtigte/beabsichtigte Beendigung der Betriebsaufspaltung
Probleme bei der Betriebsaufspaltung
Prof. Dr. Burkhard Binnewies (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht)
Das steuerrechtliche Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Gesellschaftsrecht und Steuerrecht. Zivilrechtliche Gestaltungen im Zusammenhang mit der Überlassung von Wirtschaftsgütern zwischen Gesellschafter und Gesellschaft sowie die Stimmrechts- und Geschäftsführungsregelungen in den Gesellschafterverträgen können sowohl zur Begründung als auch zur Beendigung der Betriebsaufspaltung führen. Sofern die Voraussetzungen zwischen Gesellschafter/Gesellschaftergruppe und Betriebskapitalgesellschaft der sachlichen Verflechtung und der personellen Verflechtung erfüllt sind, qualifizieren die Finanzverwaltung und Finanzrechtsprechung die Einkunftsquelle der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung bei den überlassenden Gesellschaftern um in die Einkunftsquelle Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Dies hat weitreichende steuerrechtliche Konsequenzen.

Die sachliche Verflechtung ist gegeben, wenn ein Gesellschafter bzw. eine Gesellschaftergruppe eine für die Betriebskapitalgesellschaft funktional wesentliche Betriebsgrundlage an die Kapitalgesellschaft überlässt. Die personelle Verflechtung ist gegeben, wenn der Gesellschafter oder die Gesellschaftergruppe, die sich im Hinblick auf das oder die überlassenen Wirtschaftsgüter durchsetzen können, sich auch in der Betriebskapitalgesellschaft durchsetzen können.

Die steuerrechtliche Umqualifizierung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Einkünfte aus Gewerbebetrieb löst nicht nur die Gewerbesteuerpflicht im Rahmen der laufenden Besteuerung aus, sondern führt insbesondere dazu, dass der Wechsel von der Überschusseinkunftsart in eine Gewinneinkunftsart erfolgt. Konsequenz dessen ist, dass die Wirtschaftsgüter die an die Betriebskapitalgesellschaft überlassen werden und die Anteile an der Betriebskapitalgesellschaft sich im steuerverstrickten Betriebsvermögen befinden. Dies wiederum hat zur Folge, dass sowohl eine beabsichtigte als auch eine unbeabsichtigte Beendigung der Betriebsaufspaltung durch Beendigung entweder der sachlichen oder der personellen Verflechtung zur steuerlichen Aufdeckung der stillen Reserven in den überlassenen Wirtschaftsgütern und insbesondere auch in den Anteilen an der Betriebskapitalgesellschaft führen. Insbesondere bei einer unbeabsichtigten Beendigung der Betriebsaufspaltung hat dies in der Praxis oftmals fatale Folgen.

Zivilrechtler müssen bezüglich des steuerrechtlichen Rechtsinstituts der Betriebsaufspaltung sensibilisiert sein, da zahlreiche zivilrechtliche Gestaltungen diesbezüglich von großem Einfluss sind, z. B.: Gestaltung von Überlassungsverträgen zwischen Gesellschafter und Betriebskapitalgesellschaft, Gestaltung der Stimmrechts- und Geschäftsführungsregelungen, Gestaltung von Testamenten.



§ 15 FAO: Fachanwälte für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwälte für Steuerrecht
Bitte beachten Sie: Der Fortbildungsnachweis wird nur auf den angemeldeten Teilnehmer ausgestellt! Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie unter der Rubrik "§ 15 FAO" sowie den FAQ.

Teilnehmer
Das Seminar richtet sich an Rechtsanwälte, die sich mit der Betriebsaufspaltung und den sich hierbei ergebenden steuer- und gesellschaftsrechtlichen Problemen auseinandersetzen müssen.

Vortragsdauer
1,5 Stunden zzgl. Pause
Wir bitten Sie, sich etwa 15 - 30 Minuten vor Beginn des Seminars im Seminarraum im Internet einzufinden.


Hinweis:
Für das Webinar benötigen Sie ein Headset bzw. Lautsprecher.
Beliebig viele Mitarbeiter können über Beamer und Lautsprecherboxen teilnehmen.
Alle Teilnehmer können sich am Ende des Seminars einen Teilnahmenachweis erstellen lassen.

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Termine

Art.-Nr. 80069
95,00 EUR
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    28.11.2018
    10:00-11:45 Uhr
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